Die Vorzüge des gesegneten Monats Ramadan

20. Şubat 2026

Verehrte Muslime!

Heute ist der zweite Fastentag des gesegneten Monats Ramadan. Daher handelt unsere Hutbe von den Vorzügen des Ramadan und von den Ibādāt, die darin verrichtet werden.

Allah Taʿālā sagt in der Sure al-Baqara, Ayat 185: „Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt worden ist als Rechtleitung für die Menschen und als deutliche Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung.” (al-Baqara, 2:185)

Unser Prophet (s.a.w.) beschrieb die Vorzüge dieses Monats mit folgenden Worten: „Die fünf täglichen Gebete, der Freitag bis zum (nächsten) Freitag und der Ramadan bis zum (nächsten) Ramadan sind Sühne für das, was  dazwischen liegt, sofern schwere Sünden vermieden werden.” (Muslim, 233)

Im Gegensatz zu anderen Monaten ist in diesem Monat das Fasten tagsüber Pflicht, das Tarāwīh-Gebet in den Nächten Sunna, der Itikāf in den letzten zehn Tagen eine starke kollektive Sunna und die Fitr-Sadaqa wādschib, also notwendig. Außerdem birgt er eine gesegnete Nacht, die Qadr-Nacht, die wertvoller ist als tausend Nächte zusammen.

Lasst uns anhand eines Hadith die Vorzüge dieses Monats kennenlernen, der wie ein Ozean der Güte, des Lichts und des Friedens das ganze Jahr umfasst und spirituell nährt. Salman al-Fārisī (r.a.) berichtete: „An einem der letzten Tage des Monats Schaʿbān hielt der Gesandte Allahs (s.a.w.) die folgende Ansprache:

,O ihr Menschen! Ein großartiger Monat, ein gesegneter Monat, ein Monat, in dem es eine Nacht gibt, die wertvoller ist als tausend Monate, hat seinen Schatten über euch geworfen. Allah Taʿālā hat das Fasten darin zur Pflicht und die Begehung seiner Nächte (mit Tarāwīh-Gebeten) zur freiwilligen Nāfila erklärt. Wer sich darin mit einer Wohltat (Allah) nähert, ist wie einer, der in den übrigen (Monaten) eine Fard-Pflicht vollzogen hat. Wer darin eine Fard-Ibāda verrichtet, ist wie einer, der in den übrigen (Monaten) siebzig Fard-Pflichten verrichtet hat. Er ist ein Monat der Geduld. Der Lohn für Geduld ist das Paradies. Es ist ein Monat der Solidarität und ein Monat, in dem der Lebensunterhalt eines Gläubigen reichlich vermehrt wird. Wer einem Fastenden Speise zum Fastenbrechen gibt, dem werden seine Sünden vergeben und er wird vor der Hölle bewahrt. Ihm wird der gleiche Lohn zuteil wie dem Fastenden, ohne dass dessen Lohn geschmälert wird.’ Daraufhin sagten wir: ,O Rasūlullah! Nicht jeder von uns findet etwas, womit er den Fastenden sein Fasten brechen lassen kann.’ Der Gesandte Allahs (s.a.w.) antwortete: „Allah Taʿālā gewährt diesen Lohn auch dem, der den Fastenden mit Wasser verdünnter Milch, einer Dattel oder einem Schluck Wasser sein Fasten brechen lässt. Wer einen Fastenden speist, dem wird Allah Taʿālā (am Jüngsten Gericht) von meinem Brunnen (Hawd al-Kauthar) zu trinken geben, sodass er bis zum Eintritt ins Paradies keinen Durst mehr verspüren wird. Dies ist ein Monat, dessen Anfang Barmherzigkeit ist, dessen Mitte Vergebung und dessen Ende Errettung aus dem Feuer ...’” (Ad-Durr al-Manthūr, Sure al-Baqara, Ayat 185)

Liebe Muslime!

Inspiriert von diesem Hadith, der den Ramadan kurz und bündig zusammenfasst, sollten wir ihm den gebührenden Respekt erweisen.

Die beste Form der Ehrerbietung gegenüber dem heiligen Koran, der in diesem Monat offenbart wurde, ist die Teilnahme an den Mukabale-Koranlesungen in den Moscheen während des gesamten Ramadan. Darüber hinaus sollten diejenigen, die den Koran lesen können, ihn so oft wie möglich vollständig durchlesen, denn das ist ein Weg, um das Wohlgefallen unseres Herrn zu erlangen.

Während des Ramadan sollten wir sehr viele Wohltaten vollbringen, uns je nach Situation an der Speisung der Gemeinde und der Schüler zum Iftaressen beteiligen und uns auf Investitionen für das Jenseits konzentrieren, die uns tausendfachen, hundertausendfachen und noch mehr Lohn für eine gute Tat einbringen.

Die Tarāwīh-Gebete dürfen weder unterschätzt noch vernachlässigt werden. Wenn wir frühzeitig in die Moscheen kommen und uns mit den Predigten vor den Tarāwīh-Gebeten spirituell stärken, wird dies unsere Begeisterung für die gottesdienstlichen Handlungen steigern und unsere seelischen Qualen lindern. Der Gesandte Allahs (s.a.w.) sagte: „Wenn ihr an Paradiesgärten vorbeikommt, esst von ihren Früchten!” Die edlen Prophetengefährten fragten: „Was sind Paradiesgärten, o Gesandter Allahs?” Unser Prophet (s.a.w.) antwortete: „Es sind Kreise des Zikr, des Gedenkens.” (at-Tirmidhī, 3510)

Diese Kreise des Zikr sind religiöse Gesprächszirkel, Wissenskreise und Orte, an denen Allahs gedacht wird. Denn an diesen Orten werden die Herzen lebendig.